Über CIFU

Der Congressus Internationalis Fenno-Ugristarum (CIFU) ist die wichtigste internationale wissenschaftliche Veranstaltung zur Erforschung der finno-ugrischen (uralischen) Sprachen, der Kulturen und Geschichte der finno-ugrischsprachigen Völker. Die CIFU-Kongresse werden seit 1960 alle fünf Jahre veranstaltet. Der 14. Kongress im August 2025 findet in Tartu (Estland) statt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war es lange fast unmöglich, internationale finnougristische Kooperationen durch den Eisernen Vorhang zu organisieren. In den 1950er Jahren gelang es den finnischen und ungarischen Finnougristen, zu einigen Fachtagungen auch internationale Gäste einzuladen, und 1960 konnte endlich der erste Internationale Finnougristenkongress in Budapest stattfinden. Die Initiatoren waren eine kleine Gruppe von anerkannten und einflussreichen Finnougristen, so wie Kustaa Vilkuna und Lauri Posti in Finnland, Gyula Ortutay in Ungarn, der Russe Boris Serebrennikov und der führende estnische Finnougrist Paul Ariste in der Sowjetunion, oder Wolfgang Steinitz in der DDR. Seitdem finden die Kongresse alle fünf Jahre statt, zuerst abwechselnd in drei (Ungarn, Finnland, Sowjetunion), dann vier Staaten (Ungarn, Finnland, Estland, Russland). 2022 war das erste Jahr, in dem der Kongress an einem anderen Ort stattfand – CIFU XIII wurde von der finno-ugrischen Abteilung der Universität Wien organisiert. Die bisherigen Kongresse fanden wie folgt statt: